"

Besuch des Superintendenten des Kirchenkreises Jülich

Geschrieben von Kirchenkreis Jülich.

Superintendent Pfarrer Jens Sannig und Schulreferentin Bernhild Dankert vom Kirchenkreis Jülich waren zu Besuch in der Anita-Lichtenstein-Gesamtschule in Geilenkirchen. Im Gespräch mit Schulleitung, Fachkonferenz Religion sowie Schülerinnen und Schülern verschafften die beiden sich einen Eindruck vom Leben und Arbeiten im Alltag dieser Schule.

Anita Lichtenstein, Namensgeberin der Schule, war ein junges Mädchen aus Geilenkirchen, das von den Nationalsozialisten im KZ ermordet wurde. Ein Gedenkstein auf dem jüdischen Friedhof der Stadt (siehe oben!) erinnert an sie und ihre Familie. Die Schule hält an jedem 9. November auf diesem Friedhof und am Platz der 1938 zerstörten Geilenkirchener Synagoge eine Gedenkfeier für die Opfer der Shoah. Im Schulgebäude erinnern Fotos und Gegenstände an Anita Lichtenstein und ihre Familie. Jeweils alle 9. Klassen fahren gemeinsam nach Krakau und Auschwitz. Religionslehrer Adalbert Wolynski organisiert diese Fahrt und bereitet sie vor. Die Themen „Rassismus und seine möglichen Folgen“ und „Toleranz“ werden in verschiedenen Unterrichtsfächern und durch alle Jahrgangsstufen behandelt und gehören so zum Alltag der Schule. Schon die Schülerinnen und Schüler der 5. Klasse konnten den beiden Gästen vom Kirchenkreis die Geschichte von Anita Lichtenstein erzählen.

Urgestein der Schule geht in den Ruhestand

Geschrieben von BOEK.

Am 13.04.2018 wurde unsere Gründungssekretärin, Frau Hedwig (Hedi) Quasten in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet. Im Rahmen einer kleinen, aber feinen Feier wurde Frau Quasten in der 6. Stunde von der gesamten Schulgemeinde in der Aula der Schule verabschiedet. Dazu war ein kleines Programm unter dem Motto "(Lebens-)Reise" vorbereitet.

Sichtlich bewegt wurde Frau Quasten durch den Bürgermeister der Stadt Geilenkirchen, Herrn Georg Schmitz, das offizielle Schreiben überreicht verbunden mit dem Dank für eine 43-jährige Dienstzeit. Das muss man erst einmal schaffen!

Frau Quasten hatte das Sekretariat unserer Schule seit der Gründung im Jahre 1991 fest im Griff, die Schulgemeinde wird sich jetzt sicher umgewöhnen müssen, wenn sie nicht mehr an ihrem Platz sitzt. Das aber gilt sicher auch für Frau Quasten, die sich bei der Verabschiedung überhaupt nicht vorstellen konnte, dass es jetzt ohne Dienst in der Schule weitergehen soll.

Wir bedanken uns bei einer tollen Schulsekretärin und wünschen ihr für die weitere Zukunft alles Gute, allem voran Gesundheit!

Aber ganz im Sinne von Trude Herr: "Niemals geht man so ganz ...!"

5000 EUR Spende für das Auschwitz-Projekt

Geschrieben von BOEK.

Der WDR Aachen hat über den Auftritt von Esther Bejarano, einer der letzten Überlebenden des ehemaligen Auschwitzer Mädchenorchesters am 08.03.2018 in der Aachener Lokalzeit berichtet. Am Tag nach dem WDR-Lokalzeit-Beitrag ein Herr in der Schule an und erzählte mir die folgende Geschichte, die sich im Jahre 1938 sehr nahe am Pogromtag im November zugetragen hat.

Ein zweijähriger deutscher Junge war an beidseitiger Lungenentzündung erkrankt und hatte über 40 Grad Fieber. Sein Vater kontaktierte deutsche Ärzte mit der Bitte um Hilfe, die jedoch aufgrund der späten Stunde, es war gegen 23 Uhr abends, verweigert wurde. Obwohl streng verboten, kontaktierte der verzweifelte Vater einen jüdischen Mediziner, der sich zusammen mit dem Vater durch die Gassen Stettins schlich, um zur Wohnung des Jungen zu gelangen. Der Arzt half durch Verabreichen fiebersenkender Medikamente, der Junge überlebte. Der damalige Junge, heute ein 82-jähriger Ruheständler, war der besagte Anrufer. Er teilte mir mit, dass er den WDR-Bericht am Vortag gesehen hätte und nun wüsste, wie er sich nach nunmehr 80 Jahren endlich angemessen dafür bedanken kann, dass der jüdische Arzt ihm damals das Leben gerettet hat, und sagte unserer Schule für unser Projekt in diesem Jahr 5000 Euro Spende zu. Ich hatte während des Telefonats eine Gänsehaut, ebenso erging es allen Schulleitungsmitgliedern bei dem Hören dieser Geschichte.

Die Zuwendung war bereits am 12.03.2018 auf dem Konto des Fördervereins gebucht.

Herr Urtel (Foto), der Anrufer vom 09.03.2018, und seine Lebensgefährtin waren heute in der Schule zu Gast. Wir haben uns angemessen bei ihm bedankt, der Förderverein hat ihm die Zuwendungsbestätigung zukommen lassen.

Der WDR Aachen, der diese Geschichte ebenso nahe gehend empfunden hat, war auch heute zu Gast. Der entsprechende Beitrag wird am Donnerstag, 22.03.2018, in der Lokalzeit Aachen um 19:30 Uhr zu sehen sein.

Uwe Böken, Schulleiter

Klasse 5.4 zu Gast bei "Hildes Hühnern"

Geschrieben von FRN.

In der letzten Woche besuchte die Klasse 5.4 die mobilen Hühnerställe des Biohofladens "Hildes Grünzeug". Im Rahmen der Unterrichtsreihe über Nutztiere wollten sich die 21 Schülerinnen und Schüler im Alter von 10 bis 11 Jahren gerne persönlich von den Vorzügen einer artgerechten Tierhaltung überzeugen. Die Inhaberin Hilde Volles nimmt sich trotz ihres vollen Terminkalenders regelmäßig persönlich Zeit, mit Schulklassen aus der Umgebung eine knapp einstündige Besichtigung der mobilen Hühnerställe durchzuführen. Bei eisiger Außentemperatur beantwortete sie mit viel Geduld die zahlreichen Fragen der Schülerinnen und Schüler. Es wurde deutlich, wie sehr es ihr am Herzen liegt, dass es ihren Hühnern gut geht. Auf jeder der drei ca. 2500 Quadratmeter großen Wiesen finden die Hühner genügend Platz, um ausgiebige Sandbäder zu nehmen. Bei einem wärmenden Kakao am Ende des Ausfluges waren alle Schüler davon überzeugt, dass die Hühner von Hildes Grünzeug ein wirklich schönes Leben führen und wollen in Zukunft beim Einkaufen mit ihren Eltern auch selbst ein Auge auf die Haltungsform und Herkunft der Eier werfen.