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Einweihung der Gedenktafel am ehemaligen Wohnhaus der Familie Lichtenstein

Geschrieben von BOEK.

Gedenktafel

Am Freitag, 24.06.2011, konnte die Schulgemeinde die Gedenktafel am Haus der Familie Lichtenstein in der Martin-Heyden-Straße 1 in Geilenkirchen offiziell einweihen. Zur kleinen Feierstunde waren der Bürgermeister der Stadt Geilenkirchen, Anitas Freundin Frau Elfriede Goertz, die parlamentarische Staatsekretärin a.D. Christa Nickels, der Rabbiner der jüdischen Gemeinde Aachen, Herr Mordechai Bohrer, Schülerinnen und Schüler aller Jahrgangsstufen, Eltern sowie Kolleginnen und Kollegen erschienen. Durch den Rabbiner wurde zu Ehren Anitas und ihrer Eltern ein jüdisches Totengebet auf Hebräisch vorgetragen. Der Schulleiter Uwe Böken wies darauf hin, dass mit dieser Gedenktafel genau das fortgesetzt wird, was mit der Namensgebung der Schule in den Jahren 1993/1994 sowie der Gedenksteinsetzung auf dem jüdischen Friedhof 1998 begonnen worden ist. Anita und ihre Eltern wurden symbolisch an den Ort zurück gebracht, von dem aus sie nach der Pogromnacht 1938 auf grausame Weise vertrieben und schließlich ermordet wurden. Bürgermeister Fiedler und Staatssekretärin a.D. Nickels begrüßten die Aktivitäten der Anita-Lichtenstein-Gesamtschule ausdrücklich.

 

Für die Schulgemeinde der Anita-Lichtenstein-Gesamtschule bedankte sich Herr Böken bei der heutigen Besitzerin des Hauses, Frau Danuta Sawitzki sowie bei der ausführenden Firma Metallbau und Kunstschmiede Heinz Thelen aus Geilenkirchen. Der Seniorchef der Firma hatte diese Gedenktafel von Beginn an nicht als Auftrag gesehen, sondern zu seiner Herzensangelegenheit gemacht. Herr Böken dankte auch den Vertretern der städtischen Ämter, die durch entsprechende Verkehrssicherungsmaßnahmen die kleine Gedenkfeier erst möglich gemacht hatten.

Eine Fotostrecke zur Einweihung der Gedenktafel findet sich dank unseres Kollegen Walter Scheuifen in den Foto-Galerien!

Den Presseartikel der Geilenkirchener Zeitung finden Sie im Pressearchiv oder direkt hier.