"

Verabschiedung unserer "Gründungssekretärin" Hedwig (Hedi) Quasten

Geschrieben von BOEK.

Moderation der Verabschiedungsfeier für unsere Gründungssekretärin Hedwig (Hedi) Quasten durch den Schulleiter, Herrn LGED Böken, am 13.04.2018:

Liebe Hedi,
liebe Schülerinnen und Schüler,
liebe Kolleginnen und Kollegen,
sehr geehrte Damen und Herren,
verehrte Gäste,

wir sind heute hier mit der gesamten Schulgemeinde zusammengekommen, um Dich in den wohlverdienten Ruhestand zu verabschieden. Seit längerer Zeit wissen es alle, aber ich habe niemanden gefunden, der es wirklich glauben konnte, einschließlich Dir selbst! Du bist eines der Urgesteine dieser Schule (und auch anderer Systeme vorher; wir werden darauf später zurückkommen) und verlässt einen Arbeitsplatz, der über Jahrzehnte gerade von Dir selbst geprägt wurde.

Ein solcher Moment ist immer Anlass, auf den bereits zurückgelegten Lebensweg zurück zu schauen, sich an viele gemeinsam erlebte Momente zu erinnern, aber zugleich auch nach vorne zu blicken, um die Vorzüge der jetzt kommenden Zeit zu erkennen.

Wir alle sind auf unserer Lebensreise und haben ein nicht unerhebliches Stück derselben gemeinsam zurückgelegt. Viele Wegbegleiter auf dieser Reise haben heute für Dich das ein oder andere Präsent vorbereitet, lasse Dich einfach überraschen!

***** Schulchor *****
***** „Abschied heißt, was Neues kommt!“ *****

Wenn wir auf die Lebensreise unserer Hedi schauen, so verstehen wir diese nur, wenn wir ein wenig ins Geschichtsbuch schauen. Kurz vor der Geburt unserer Bundesrepublik Deutschland am 24. Mai 1949 wurde der heutige Wohnort unserer Hedi mitsamt dem Rest der heutigen Gemeinde Selfkant am 23. April 1949 unter niederländische Verwaltung gestellt, wenige Monate später wurde Konrad Adenauer erster Bundeskanzler der jungen Bundesrepublik, nämlich am 15. September 1949. Etwa viereinhalb Jahre später erblickte dann im niederländischen Süsterseel die kleine Hedwig Robertz das Licht der Welt, nein, das Licht des Selfkants. 1960 in die katholische Volksschule Süsterseel eingeschult, lernte sie mit und mit, dass sie eigentlich gar keine Niederländerin ist. Kurzerhand beschloss sie dann wohl, den Konrad, der da seinerzeit in Bonn das Sagen hatte, dazu zu bringen, dafür zu sorgen, dass die Sache mit dem Selfkant wieder korrigiert wird. So kam dann am 01. August 1963 der Selfkant wieder zurück in die deutsche Verwaltung und Hedwig konnte beruhigt 1968 ihre Schule in Deutschland beenden.
Ich gehe aber nicht davon aus, dass das dann rasch folgende Ende der Kanzlerschaft Konrad Adenauers nur zweieinhalb Monate später ursächlich mit Dir, liebe Hedi, zu tun hatte.

Nach Handelsschule und Ausbildung zur Bürogehilfin wollte Hedi beruflich durchstarten, musste aber alle Pläne 1970 ändern, da ihre Mutter schwer erkrankte und Hedi deren Stelle zu Hause einnehmen wollte. Dieses sich hier zeigende soziale Verantwortungsbewusstsein sollte auch das weitere Leben Hedis prägen! So war es nur konsequent, dass sie am 20. Januar 1975 als Schulsekretärin durch die Stadt Geilenkirchen für die GHS Geilenkirchen, die KGS Süggerath-Würm und die KGS Beeck eingestellt wurde.

Irgendwann in dieser Zeit muss sie dann einem gewissen Winand Gerd Quasten über den Weg gelaufen sein, den sie am 03. April 1980 auch geheiratet hat. Das junge Paar konnte sich am 11. Mai 1983 über die Geburt ihres ersten Kindes, ihrer Tochter Katrin Maria freuen, die in wenigen Tagen Dich, liebe Hedi, und Deinen Gatten mit einem zweiten Enkelkind beglücken wird.

Ende der 80er-Jahre wurde dann der Wunsch der Eltern der Grundschulkinder Geilenkirchens immer größer, eine Gesamtschule in ihrer Stadt zu haben. Diese nahm im Sommer 1991 ihren Betrieb auf, Hedi Quasten wurde zum 01. Juni 1991 an diese, an unsere Schule versetzt, konnte hier am 20. Januar 2000 das 25-jährige und am 20. Januar 2015 das 40-jährige Dienstjubiläum feiern.

Mit dem heutigen Tag endet nun zwar dieser berufliche Teil Deines Lebens, aber Deine Familie hat dafür gesorgt, dass Du genügend Aufgaben für Dich entdecken kannst. Deine Lebensreise geht weiter, hoffentlich noch sehr, sehr lange!

Die Schulgemeinde applaudiert Dir für Deine geleistete Arbeit!

***** Schulchor „Applaus, Applaus“ mit Blumenaktion *****

***** Überreichung des offiziellen Schreibens durch den Bürgermeister, Herrn Georg Schmitz *****

Liebe Hedi, Du hast diese Schule und das Miteinander in dieser Schule entscheidend mitgeprägt. Diese Handschrift wird bleiben, wird uns alle immer wieder an unsere „Gründungssekretärin“ erinnern. Die Schulgemeinde sagt heute „Danke!“ auf ganz vielfältige Weise!

So möchte ich exemplarisch eine Mail verlesen, die ich von unserer Schulaufsichtsbeamtin erhalten habe. Frau Ossendorf hatte mir den Inhalt der Mail vor ein paar Wochen am Telefon nebenbei in einem Gespräch gesagt, ich habe sie dann gebeten, mir das auch wirklich schriftlich zu geben.

Am 21. März 2018 kamen dann folgende Zeilen:

„Sehr geehrter Herr Böken,

in unserem heutigen Telefonat haben Sie mir mitgeteilt, dass Frau Quasten in den Ruhestand geht. Das ist für sie sicherlich schön - aber schade für Sie und die Schule.

Egal wann man Frau Quasten oder eine andere Person aus dem Sekretariat Ihrer Schule am Telefon hat, man spürt eine enorme Freundlichkeit. Nie habe ich es erlebt - und es gab sicherlich auch an der Gesamtschule in Geilenkirchen angespannte Situationen -, dass Ungeduld oder Hektik im Gespräch entstand oder vorherrschte.

Für diese tolle Arbeit möchte ich mich bei Frau Quasten und auch den anderen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Sekretariat Ihrer Schule bedanken.

Herr Böken - können Sie bitte Sie diesen Dank für mich übermitteln.

Mit freundlichen Grüßen
Cornelia Ossendorf“

Diesem Wunsch komme ich natürlich sehr gerne nach!

Auf der Bühne steht ein alter Koffer, Symbol für das, was diese Feier prägt, nämlich die Reise! In diesem Koffer wirst Du kleine, persönliche Präsente deiner bisherigen Kolleginnen und Kollegen finden. So kannst Du die nächsten Wochen jeden Tag ein kleines Päckchen auspacken, Dich an den jeweils verfassten Zeilen erfreuen und Dich an die gemeinsam erlebte Zeit erinnern.

Dann, wenn der Koffer leer ist, kann er Dir aber auch wertvolle Dienste leisten, wie Dir der Kollege Maurer nun mit auf den Weg geben möchte!

***** „Ich bringe einen Koffer nach Berlin!“ (MAU) *****

Vielleicht kannst du jetzt erahnen, was Dir die Schulleitungs- und Sekretariats-Mann- bzw. –Frauschaft als weiteres Präsent mit auf den Weg gibt?!

Damit dieses Lied nun wirklich einen Sinn für Dich ergibt, erhältst Du von der Schulleitung und Deinen Kolleginnen des Sekretariats einen Gutschein für einen Aufenthalt in unserer Bundeshauptstadt für Dich und Deinen Gatten!

***** Überreichung des Reisegutscheins *****

Lasst es Euch dort gutgehen!

Wir alle bedanken uns bei Dir, wünschen Dir eine gute Zeit mit Deiner Familie; Matz und sein Geschwister werden die Oma schon beschäftigen!

Und denke an die Zeilen Trude Herrs, als sie 1987 aus gesundheitlichen Gründen auf die Fidschi-Inseln auswanderte: „Niemals geht man so ganz!“

Also: Lasse Dich bitte immer mal wieder bei uns sehen, wir freuen uns!

***** Youtube-Video *****