"

Verabschiedung von Frau DGE Roswitha Steffens

Geschrieben von BOEK.

Rede des Schulleiters, Herrn LGED Böken, anlässlich der Verabschiedung der stellvertretenden Schulleiterin, Frau Roswitha Steffens, am 29.01.2021:

„Morgen ist heute aber so was von gestern!“, so hat mir Guido Beisner Anfang der Woche seine Musikauswahl zum Auftakt unserer kleinen Feier übermittelt! Recht hat er!

Liebe Roswitha,
sehr geehrte Frau Bürgermeisterin Ritzerfeld,
liebe Kolleg*innen,
verehrte Anwesende,
liebe Gäste,

erstens kommt es anders und zweitens als man denkt!

Wir wollten gestern Abend eigentlich ein Neujahrskonzert in der Aula machen, in das wir ohne dein Wissen, liebe Roswitha, deine Verabschiedung als Überraschungsbeitrag integriert hätten, aber Corona hat uns auch das noch unmöglich gemacht!

Danke an Guido Beisner, dass du die abgespeckte Veranstaltung heute Vormittag musikalisch untermalst, danke an die Stadt Geilenkirchen, insbesondere Herrn Jers, dass er alle für das Konzert abgesprochenen Termine bezüglich der Fertigstellung der Aula und der Bühne eingehalten hat. Ich bitte Sie, sehr geehrte Frau Ritzerfeld, die ich heute erstmalig in Ihrem neuen Amt hier begrüßen darf, und Sie, sehr geehrter Herr Houben, als langjährigen Leiter des städtischen Schulverwaltungsamtes, diesen Dank an Herrn Jers weiterzugeben.

Dass wir die heutige Veranstaltung als erstes Event hier im neuen Musikraum durchführen, ist vielleicht auch ein Symbol! Liebe Roswitha, du hast die ein oder andere Baubesprechung mitmachen dürfen, in der die Planungen für die Sanierung dieses Gebäudeteils besprochen worden sind. Also ist es ganz gut so, dass deine Veranstaltung die erste in den neuen Räumlichkeiten ist, die sich, da sind wir uns wohl alle einig, wirklich sehen lassen können.

Einen ganz besonderen Dank möchte ich an die Unterstützer*innen im Franziskusheim, Frau Schumacher und Frau Narizek, richten, die uns ermöglicht haben, dass eine gute Freundin unserer Schule und, wie ich weiß, eine für dich, liebe Roswitha, wichtige Gefährtin, an unserer heutigen Runde online teilnehmen kann. Danke an den Kollegen Kaymaz für die Betreuung der Technik auf unserer Seite!

<Frau Goertz wird im Live-Bild zugesschaltet!>

Sehr geehrte Frau Goertz, seien Sie uns herzlich willkommen! Gerne hätten wir Sie auch heute leibhaftig bei uns gehabt, aber auch das hat die Pandemie nicht erlaubt. Daher freuen wir uns ganz besonders, dass Sie uns heute online aus dem örtlichen Franziskusheim zugeschaltet sind. Sie waren und sind seit vielen Jahren die direkte Brücke zu unserer Namensgeberin. Liebe Frau Goertz, schön, dass Sie als Freundin von Anita Lichtenstein heute auf ganz moderne Art und Weise wieder mit uns sind!

Ebenso freut es uns, dass unsere langjährige Sekretärin, die wir vor mittlerweile fast drei Jahren auch in den Ruhestand verabschiedet haben, heute bei uns ist. Liebe Hedi, herzlich willkommen an deiner alten Wirkungsstätte!

Ich begrüße Sie alle in einer leider Corona bedingt sehr kleinen Runde. Das für gestern Abend eigentlich vorgesehene Neujahrskonzert wäre sicher ein größerer Rahmen gewesen, ob er schöner gewesen wäre, wissen wir nicht! Eigentlich müssten auch Elternvertreter*innen und Schüler*innen an dieser Feier teilnehmen, aber wir wissen alle um die besonderen Umstände, die uns das verbieten. Wir setzen damit das fort, was wir nun seit einem Jahr gewöhnt sind. Dennoch sind wir mit optimistischen Blicken in das neue Jahr gestartet, einem Jahr, in dem wir die 30-jährige Geschichte dieser Schule feiern dürften, wenn Corona uns nicht auch das verbieten würde.

It´s time to say Good Bye!

Fast die komplette Zeitspanne, auf die diese Schule in diesem Jahr zurückschauen kann, habe ich mit der heutigen Hauptperson, Roswitha Steffens, in unterschiedlichsten Konstellationen erfolgreich zusammenarbeiten dürfen. Mit ihrem Zugang im Zuge der Versetzung vom Maximilian-Kolbe-Gymnasium in Wegberg im zweiten Jahr nach Gründung dieser Schule übernahm sie sofort eine 5. Klasse als Klassenlehrerin. 1995 wurde sie zur ersten Didaktischen Leiterin der jungen Anita-Lichtenstein-Gesamtschule ernannt.

Liebe Roswitha, wir haben viele Jahre unseres beruflichen Lebens miteinander verbringen können. Du hast als Didaktische Leiterin bereits an der Stundenplanarbeit in der Orga teilgenommen, dann, 2010, nach meinem Wechsel von der Stellvertreter- in die Schulleiterfunktion, die Stelle der Stellvertreterin und Organisationsleiterin übernommen.

Die Arbeit seither hat uns gezeigt, dass diese Entscheidung die richtige war. Wir haben in einem höchst vertrauensvollen Klima die Geschicke dieser Schule weiter mitbestimmt und wichtige Weichenstellungen vorgenommen, auch wenn wir dabei nicht immer gleich einer Meinung waren. Und das musste und sollte eigentlich auch nicht so sein, denn Innovationen erreicht man nicht durch Abnicken, sondern durch Diskussionen! Es hat aber nie eine wirkliche länger andauernde Missstimmung gegeben, was durchaus nicht selbstverständlich ist, wie wir beide wissen.

Für deine vorbildliche Arbeit hier im System, für deine Loyalität und für deine Kollegialität trotz deiner massiven gesundheitlichen Einschränkungen möchte ich dir hier und heute nicht nur im Namen der Schulleitungsrunde, sondern ausdrücklich im Namen der gesamten Schulgemeinde ganz herzlich danken!

Das Jahr 2020 war für dich nicht nur wegen Corona ein schlimmes, wir wissen beide, was ich hier meine. Ich weiß, dass dir diese Schule immer, aber insbesondere im letzten Jahr, erheblich mehr als nur ein Arbeitsplatz gewesen ist! Dass du nun die letzte Woche deines aktiven Tuns auch noch mit einem unfreiwilligen Zahnarztbesuch starten musstest, lässt dann doch ein paar Fragen aufkommen!?

Verehrte Gäste, diese junge Dame, deren Wirken in Geilenkirchen ich soeben ein wenig umreißen konnte, wird zum Ende dieses Monats, d. h. übermorgen, in den wohlverdienten Ruhestand versetzt, ihr letzter Tag im aktiven Dienst wird der kommende Sonntag sein!

<Urkunde wird verlesen!>

<Blumen und Präsent werden übergeben!>

Mit diesem Blumenstrauß und dem Präsent möchten wir uns als Schulverwaltungsteam, bestehend aus Schulleitung, Orga, Sekretariat und Mensateam bei dir, liebe Roswitha, für deine Arbeit ganz herzlich bedanken. Wir hoffen, dass du dieser Schule auch über den 31.01.2021 hinaus verbunden bleibst! Du hast die Dienstaltersgrenze erreicht, aber wir halten es mit Joan Collins, die zu Recht bemerkt hat, dass das Alter nur eine Zahl ist, es sei denn, man ist eine Flasche Wein!

Für die jetzt kommende neue Lebensphase hast du dir ja bereits einen vierbeinigen Gesellen geordert, der vor wenigen Wochen das Licht der Welt erblickt hat. Ich weiß allerdings, dass du deinen künftigen Mitbewohner bislang noch nicht visuell wahrgenommen hast. Das werde ich aber jetzt ändern! Ich bin sehr froh, dass ich den Züchter überreden konnte, mir ein Foto deines künftigen Hausgenossen zur Verfügung zu stellen.

<Welpenfoto wird projiziert!>

So hast du deinen künftigen Begleiter bereits jetzt bei dir zu Hause! Auch in unserem Geschenk haben wir den Vierbeiner schon mit bedacht. Lass‘ dich überraschen!

<Frau Goertz wird wieder im Live-Bild zugeschaltet!>

Darüber hinaus habe ich für dich eine ganz besondere Pflanze. Man berichtet, dass Goethe von dieser Pflanze so fasziniert gewesen ist, dass er diese genau studiert hat. Das Bryophyllum wird daher auch im Volksmund Goetheblume genannt. Das Besondere ist, dass die Pflanze, die auch Brutblatt genannt wird, an ihren Blatträndern kleine Tochterpflänzchen ausbildet. Für mich ist diese Pflanze eigentlich immer Metapher für die Arbeit eines Pädagogen gewesen. Man betreut und kümmert sich eine gewisse Zeit um die nachwachsende Generation und lässt sie dann aber auch los ins Leben!

Das, was du in deiner aktiven Zeit mit deinen Schüler*innen getan hast, kannst du nun mit den Keimlingen der Goethepflanze. Dabei sollst du dich immer gerne an deine aktive Zeit erinnern!

Bevor du nun selbst das Wort hast, möchten dir noch ein weitere Personen ein Wünsche mit auf deinen weiteren Weg geben! Ich danke dir nochmals für deine langjährige vertrauensvolle und loyale Arbeit hier, wünsche dir für die Zeit des Ruhestands viel Gesundheit, die Muße und Zeit, alles das zu tun, wozu du in den langen Dienstjahren nicht gekommen bist, und immer einen wirklichen Freund an deiner Seite!

Mein herzlicher Dank gilt allen, die im Vorder- und Hintergrund dazu beigetragen haben, dass diese kleine Feier in diesen skurrilen Zeiten so stattfinden konnte, Euch und Ihnen allen danke ich für eure bzw. Ihre Aufmerksamkeit!

Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies.
Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung