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Inklusion an der ALG-Geilenkirchen

Unsere Sonderpädagogik stellt sich vor

Die Anita-Lichtenstein-Gesamtschule in Geilenkirchen versteht sich als eine inklusive Schule. Hier arbeiten vier Sonderpädagog*innen, zwei MPT-Fachkräfte sowie eine Sozialarbeiterin im Team zusammen. Für individuelle Förderung und Einzel- sowie Elterngespräche steht ein ansprechender Raum, mit spezieller Ausstattung und Fördermaterialien, zur Verfügung.

Unsere Schüler*innen stehen im Mittelpunkt 

Unsere Schule besuchen Kinder mit und ohne sonderpädagogischem Förderbedarf. Kinder mit sonderpädagogischen Förderbedarf arbeiten und leben gemeinsam mit der Klassengemeinschaft und der gesamten Schulgemeinde. 

Alle Kinder werden entsprechend ihrer Fähigkeiten und Fertigkeiten gefördert und gefordert. So können für alle die bestmöglichen schulischen Ergebnisse und Abschlüsse erreicht werden. 

Für Kinder mit sonderpädagogischen Förderbedarfen mit den Schwerpunkten

  • sozial-emotionale Entwicklung,
  • Sprache,
  • Lernen und
  • Hören/ Kommunikation 

steht das Team aus Sonderpädagog*innen und Fachkräften für multiprofessionelle Teams im Gemeinsames Lernen bereit. 

Wir kümmern uns 

  • Durch diagnostische Tests und Gespräche mit Fachlehrer*innen wird der aktuelle Lern- und Leistungsstand ermittelt, in einem Förderplan mit allen unterrichtenden Kolleg*innen festgeschrieben und  regelmäßig evaluiert und gegebenenfalls angepasst.
  • Daraus ergibt sich, dass die Förderpläne individuell auf jedes Kind angepasst sind.
  • Weiterhin lassen sich aus den Förderplänen auch individuelle Lern- und Arbeitsmaterialien entwickeln. 

Kinder mit dem Förderschwerpunkt Lernen besuchen die Inklusionsklasse und werden dort zieldifferent (sie bekommen keine Noten und ein Zeugnis mit Beschreibung ihres Wissens- und Kompetenzstandes) beschult. Kinder mit dem Förderschwerpunkt sozial-emotionale Entwicklung werden auf die Regelklassen verteilt, damit sie nicht weitere kreative Verhaltensweisen abgucken bzw. voneinander lernen. Ihre Bedürfnisse werden individuell und situationsbedingt berücksichtigt.

 

In der Schwerpunktklasse ist die Klassenstärke geringer als in den Parallelklassen. Zusätzlich zum Klassenlehrer*in

nen-Team sind in dieser Klasse auch Sonderpädagog*innen oder MPT-Fachkräfte im Unterricht dabei, ziehen je nach Bedarfslage aber a

uch einzelne Förderschüler*innen oder Kleingruppen von Förderschüler*innen heraus und fördern sie mit individuell gestalteten und differenzierten Lernmaterial. So kann der Unterricht optimal auf die Bedürfnisse der Schüler*innen angepasst werden. 

Offener Anfang an der ALG

Außerdem bieten wir für unsere Förderschüler*innen an zwei Tagen einen offenen Anfang an.

Hier haben die Förderschüler*innen die Möglichkeit, entspannt in den Schultag zu starten. Gemeinsam frühstücken, spielen, reden, lachen wir und stehen in dieser Zeit als Ansprechpartner*innen zur Verfügung. 

 

  

Schulhund Franz – Ein Projekt der hundgestützten Pädagogik an der ALG

Seit Herbst 2021 begleitet der Labrador Retriever Rüde „Franz“ als Schulhund unsere Kollegin Frau Bergs in die Anita-Lichtenstein-Gesamtschule, um ihn bereits als Welpe und Junghund an unsere Schule zu gewöhnen. Im Juni 2023 schlossen Frau Bergs als Hundeführerin und Franz als Schulhund die offizielle Prüfung zum Schulbegleithund ab.

1.    Was genau ist eigentlich ein Schul(begleit)hund?

Ein Schulhund oder auch Schulbegleithund ist ein speziell ausgebildeter und geprüfter Hund, der in Schulklassen eingesetzt wird. Dabei wird die Hundeführerin Frau Bergs regelmäßig von ihrem Hund Franz in die Schule und in den Unterricht begleitet. Die Tiergestützte Pädagogik mit dem Hund setzt einen pädagogischen Abschluss der Hundeführerin voraus. Es besteht ein pädagogisches Konzept, das die individuellen Voraussetzungen der Schüler:innen, Kolleg:innen und des Hundes berücksichtigt. Ziel ist es, eine individuelle Förderung der einzelnen Schüler:innen und ein effektiveres Arbeiten in der Klassengemeinschaft zu erzeugen.

Dabei fungiert Franz bei uns in der Schule unter anderem als Stressfresser, Gesprächspartner, Stimmungsaufheller, Mutmacher, Seelentröster, Aggressionshemmer, Freund auf vier Pfoten, Lehrassistent, Trostspender und Konzentrationstrainer.


  • 2.    Das Projekt „Schulhund“ in der Praxis
    In der Praxis ist Franz bisher begleitend im Unterricht/Klasse von Frau Bergs dabei und durfte auch schon ein paar Mal neue Lerngruppen anderer Kolleg*innen kennenlernen. Seit dem Schuljahr 2023/2024 ist der Einsatz von Franz als Schulhund von der Schulkonferenz einstimmig beschlossen worden. Er begleitet den Unterricht wöchentlich zwischen zwei und drei Tagen stundenweise. 
     
    - der Umgang mit Franz ist immer freiwillig, Allergien und Ängste werden abgefragt und berücksichtigt
    - Schüler:innen werden zuvor sensibilisiert, Regeln im Umgang mit dem Hund werden festgelegt
    - Positive Auswirkungen auf das Klassenklima (soziale Fähigkeiten) 
    - Ruhige und entspannte Lernatmosphäre
    - Auf einander achten und Grenzen respektieren
    - Interaktionen im Klassenraum
    - Empathie Förderung der Schüler:innen
    - Interaktionen zwischen den Schüler:innen 
    - Förderung des Arbeitsklimas 
    - Lernmotivation steigt (wenn ich arbeite, darf ich mit Franz interagieren und spielen, sie belohnen, usw.)
    - Förderung des Fragestellens und Hinterfragen von Verhaltensweisen
    - Intrinsische Lernmotivation und Förderung der Konzentration
    - Hund kann unterstützen und erzeugt gleichzeitig keine Bewertungssituation 
    - Förderung des Sprachverhaltens im Sinne von Lautstärke, klarer Aussprache, klaren Formulierungen(Befehle) 
    - Thematisch gestützter Unterricht z.B. in Biologie „Anatomie des Hundes“
    - uvm.

3.    Weitere Fragen?

Falls Fragen offen sind, ist Frau Bergs per E-Mail erreichbar unter ber@alg-gk.de .


Wir freuen uns, euch in der Schule kennenzulernen!

Frau Bergs & Franz

 

Die Skifahrt

Pädagogische Ziele unserer Skifahrt

Im Rahmen des Schulkonzeptes „Gesunde Schule“ wird an unserer Schule seit 2023 jedes Jahr eine Skifahrt durchgeführt. Hierbei stehen soziales Lernen, sportliche Betätigungen sowie die direkte Auseinandersetzung mit theoretischen Inhalten zu eigenen Interessen und Fähigkeiten in Seminarstunden als Schwerpunkte auf dem Programm. Ziel der Fahrt ist eine Selbstversorgerhütte auf 1560 m Höhe inmitten eines Skigebietes. Durch diese Insellage der Hütten werden die sozialen Kompetenzen sowie die Selbstständigkeit der Schülerinnen und Schüler gefördert. Teamarbeit und Selbständigkeit (Selbstversorgung) bei der gemeinsamen Planung und Zubereitung der Mahlzeiten, bei der gemeinsamen Abendgestaltung werden hier geschult. Eine weitere positive Erfahrung, die die Jugendlichen mit nach Hause nehmen, ist die Stärkung des Zusammengehörigkeitsgefühls und der Teamarbeit, wodurch ein Lernen in einem verbesserten Klassenklima möglich wird. Das gemeinsame Leben auf relativ engem Raum hat des Weiteren zur Folge, dass den Schülerinnen und Schülern grundlegende Erziehungsziele des fairen, kameradschaftlichen Miteinanders, der Rücksichtnahme und der Verantwortung gegenüber der Gemeinschaft an Ort und Stelle deutlich werden und direkt eingeübt werden können. Brötchen holen, Kochen, Spülen, Müll sortieren und vieles andere mehr gehören in einer Selbstversorgerhütte mit zu den Gemeinschaftsaufgaben.
Dem Programmpunkt Skifahren kommt dabei eine ebenso wichtige Bedeutung zu. In den Gruppen sind Rücksichtnahme und Bereitschaft zur Hilfeleistung erforderlich; nicht Konkurrenzverhalten, sondern das gemeinsame Erleben in der Natur steht im Vordergrund. Des Weiteren werden motorische Fähig- und Fertigkeiten, die für die Berufswelt bzw. weitere Schullaufbahn enorm wichtig sind, durch das Skifahren trainiert. Hierbei ist neben Kraft, Ausdauer und Koordination besonders das Durchhaltevermögen zu erwähnen. Über den sportlichen Erfolg, aber auch über die Grenzerfahrungen, die die Schülerinnen und Schüler beim Tag auf der Skipiste sammeln, wird das Selbstvertrauen gefördert und eine realistischere Selbsteinschätzung erreicht.

Rückblick Skifahrt 2024
Auf der diesjährigen Skifahrt gab es wieder unzählige lachende und staunende Gesichter. Das Bergpanorama und die großen Schneemengen hat die Vielzahl der Lernenden noch nie gesehen. Neben der Faszination für die Natur wurde bei den Kindern aber auch ganz schnell der Ehrgeiz auf der Piste geweckt. Innerhalb kürzester Zeit gelang es den Lernenden, die zunächst furchterregend wirkenden Pisten, zu meistern. Es konnten teilweise sogar rote Pisten und kleine Funparks ausprobiert werden, die für besonders viel Spaß gesorgt haben. Die Gruppe aus vielen verschiedenen Schüler*innen unterschiedlicher Klassen und Klassenstufen hat sich unheimlich schnell zu einer Gruppe entwickelt, die sehr viel Spaß hatte und bei so manchem Abendessen, aufgrund der lebendigen Gespräche und vieler Lachanfälle, gebremst werden musste. Die vielen Anfragen, ob wir nicht für immer da bleiben könnten, zeigen uns Lehrkräften, dass die Fahrt ein voller Erfolg war. Nebenbei erhoffen wir uns, dass neben den vielen persönlichkeitsfördernden Lernzielen auch Fähigkeiten der Küchenarbeit und des Reinigens mit nach Hause genommen wurden, sodass die Erziehungsberechtigten auch noch etwas profitieren. 
Wir hoffen, dass diese erlebnispädagogische Fahrt einen fortwährend positiven Einfluss auf die Kinder hat und sie die Erinnerungen noch lange bei sich halten. 
Mit den schönen Erinnerungen an diese Fahrt, blicken wir schon ganz freudig auf die kommende Skifahrt 2025!
Das Skilehrerteam (ROT, AMB, HNR)